Am 5. Dezember trat zum ersten Mal das Gemeinwohlparlament Leipzig zusammen. Unter dem Jahresmotto „Jung. Alt. Gemeinsam. So geht Leipzig“ diskutierten und entschieden die 400 Parlamentsmitglieder über die Verteilung des knapp 55.000€ prallen Fördertopfes.
Notfallhilfe: Ein Thema, das uns alle betrifft
Im Vorfeld der 1. Sitzung des Leipziger Gemeinwohlparlaments hatten alle 26 sozialen und gemeinwohlfördernden Projekte die Möglichkeit, sich in der Wandelhalle des Neuen Rathauses vorzustellen und mit den Parlamentsmitgliedern ins Gespräch zu kommen. Die Parlamentsmitglieder wiederum konnten sich an unserem Dummy in Herzdruckmassage üben und sich über unsere Arbeit informieren. Besonders eindrücklich und bewegend waren die Gespräche, in denen uns Betroffene oder deren Angehörige von ihren Erlebnissen berichteten und uns in unserem Herzretter-Anliegen bestärkten. Diese besonderen Begegnungen zeigen immer wieder, wie wichtig die Sichtbarkeit des Themas Notfallhilfe ist, wie schnell und unvermittelt man mit einem Notfall konfrontiert werden kann und wie essentiell das Wissen um und der Mut zu den entscheidenden Hilfemaßnahmen ist.
Das Ziel: Weitere 500 Kinder in Herzretter-Trainings bringen
Die Herzretter Leipzig bewarben sich um eine Fördersumme von 5.000 € – ein wichtiger Baustein für die Grundfinanzierung 2026 und eine Summe, mit der wir nächstes Jahr weitere 500 Kinder und Jugendliche mit Schul- und Kitatrainings in Notfallhilfe unterrichten können.
Generationenübergreifende Kulturinitiativen, inklusive und integrative Bildungsprojekte, barrierefreie Freizeitangebote: Nach Auszählung der Stimmen stand fest: Die Herzretter Leipzig sowie zwölf weitere Projekte, die die Vielfalt der Leipziger Zivilgesellschaft widerspiegeln, können sich über eine Förderung freuen.
Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung resümierte: „Das Gemeinwohlparlament ist ein Leuchtturmprojekt für Leipzig. Es zeigt, wie wir gemeinsam mit Herz und Verstand Lösungen für unsere Stadt entwickeln können, die alle Generationen einbeziehen und unser Miteinander stärken“ und machte bewusst: „Demokratie heißt, den Schwächsten im Auge zu behalten.“

